21.03.2016
Event, Presse

No guts, no glory!


Hindernisläufe als Blinder...? Warum nicht!

Schließlich war ich ja schon bei der Brave Heart Battle und dem Runterra-Run und hatte beide Läufe ohne Verletzung überstanden.

Na gut, natürlich erreiche ich bei solchen Events keine vordere Plazierung, aber darum geht es mir auch nicht. 

Diese Läufe dienen der motorischen Geschicklichkeit, der mentalen Stärkung und fördern den Willen. Zudem reiße ich dabei Schranken ein, die in manchen Köpfen die freie Sicht versperren. 

Natürlich ist für manch einen sehr fraglich, wie ein Blinder einen solchen  Hindernislauf bewältigen will. Und der eine oder andere wird sich sicherlich fragen, warum ein Blinder an einem Obstacle course race (OCR) überhaupt machen will. Aber meine Antwort dazu ist eben: Warum nicht! 

Wenn ich die Möglichkeit dazu habe, will ich sie auch wahrnehmen. Auf diese Art habe ich schon einige sehr bereichernde Erlebnisse und interessante Begegnungen gehabt.

Und diese Erfahrungen wollte ich bei No guts, no glory erweitern. 

Was braucht ein Blinder, um an einem Laufevent teilzunehmen?

In erster Linie ein Team, entweder aus einem oder mehreren Guides. Jeder dieser Guides muss bereit sein, sich auf eine völlig ungewohnte, manchmal abenteuerliche Situation einzulassen. Dabei geht's in erster Linie um die perfekte Kommunikation, um Vertrauen in sich und in das Team und den eisernen Willen, gemeinsam über die Ziellinie zu laufen. Nur wenn alle diese Faktoren reibungslos zusammenspielen, ist der Teamerfolg garantiert! 

Das Wetter war an diesem Samstag, 20. Februar, nicht gerade frühlingshaft, aber obwohl wir in den Wochen zuvor bereits von frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein verwöhnt worden waren, zeigte sich der Winter nochmals von seiner ruppigen Seite: Schneeregen, Temperaturen im Gefrierbereich und teilweise scheußlicher Wind – aber genau das macht die OCR-Veranstaltungen zur richtigen Herausforderungen für die Teilnehmer! 

Das perfekte Team konnte Michaela Betzmann, Veranstalterin bei SOG-Events, für mich am Abend zuvor rekrutieren: The Tough Troopers!

Die Männer von den „Tough Troopers waren eingespielt, kannten sich, wussten, wer welche Stärken hat und wann diese  notwendig waren. Sie hatten schon einige OCR gemeinsam bewältigt und waren bereit, diese „Mission“ anzunehmen! 

Mario Walter, Steffen Werner und Ritschi Ritsch waren echte Tough Troopers!

Alle drei wirkten immer gelassen, richtig cool und vermittelten mir: Der Weg ist frei, wir müssen nur noch über die Finishline! Bei einigen Hindernissen bemerkte ich erst, nachdem sie bewältigt waren, wie krass sie eigentlich waren! Ich erinnere mich ganz besonders an einem Baumstamm, der irgendwie als Brücke diente und überquert werden musste, oder an einer Hängebrücke aus Seilen, auf dem man sich von Schlinge zu Schlinge voranbewegte! Es waren  alles herausfordernde Hürden, die alle in diesem geilen Wald- und Forstgebiet unseren Weg säumten. Und die Troopers waren immer top aufmerksam, absolut souverän und sicher - sie ebneten mir den Weg. 

Als wir den Wald hinter uns gelassen hatten, wartete nur noch die Stadionrunde zum Abschluss auf uns. Hier wurde nochmals geklettert, Treppen rauf und runter gelaufen, gekrabbelt und gehangelt. Doch dann kamen wir der Finishline näher und mussten nur noch über Erkhan, das steinerne Wildschwein, das noch bezwungen werden wollte. 

Dann war es geschafft! 

Die Tough Troopers hatten diese Special Mission angenommen und bestens erfüllt!

Doch es war nicht nur die Mission, die erfüllt war,  sondern auch ich war erfüllt, von dem was sie mir geboten hatten!

Diese Troopers sind die besten!

Manche Geschichten können nicht geschrieben werden, man muss sie erleben! 

Danke Troopers, ich verneige mich tief vor euch!!


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