01.03.2016
Event

Erholung, Entspannung, Energie auftanken ...


Ja, das war dringend notwendig, um wieder in die "richtige Spur" zu kommen. 

Das Jahr begrüßte mich mit einem Computerabsturz und gratulierte mir zu dem Verlust vieler wichtiger Dateien. Durch dieses Mißgeschick war ich in der modernen Kommunikation arg eingeschränkt und zwang mich wochenlang zu den alten Möglichkeiten. Die Zeit ohne Rechner hatte jedoch auch ihr Gutes, denn so gewann ich etwas Abstand und konnte mich wieder auf anderes besinnen. Aber es gab noch so Einiges, das sich mir in den Weg stellte und mich blockierte und mich immer wieder in das berühmte "Hamsterrad" zog. 

Im Mai hatte ich auf Anfrage die Schirmherrschaft für eine Inklusionsveranstaltung in Schongau übernommen. Hier war ich vor allem für die kenianischen Gäste zuständig und konnte viel über den Stamm der Masaimara erfahren. Die Veranstaltung war ein schöner Erfolg. Die Gäste aus Kenia konnten sich über die beruflichen und integrativen Möglichkeiten behinderter Menschen in Deutschland gut informieren.  

Die mentalen Blockaden, die mich mehr oder weniger lahm gelegt hatten, konnte ich ab Juni überwinden. Bis dahin war ich dieses Jahr nur gelegentlich gelaufen, musste mich wieder ganz neu motivieren. In erster Linie ging es mir darum, den Spaß am Sport wieder zu spüren. Ich wollte mich wieder spüren, die Freiheit, die mir der Sport bietet, wieder voll genießen, ohne ein sportliches Ziel anzustreben.

Der Inhalt dessen, was ich über den Sport erlebte, die positiven Werte und Erkenntnisse, sowie die körperliche und mentale Balance hatte ich über die letzten eineinhalb bis zwei Jahre verloren. Zuviel Zeit ging fürs planen, organisieren, Trainingsmöglichkeiten arrangieren und das alles nebenbei, weil die Betreuung meiner Mutter weiterhin im Vordergrund stand … So geriet ich letztendlich in einem Strudel, der mich körperlich und mental zunehmend auslaugte. 

Auf Anraten meines langjährigen Laufpartners und Vertrauten Dieter Lutz beschloss ich eine längere Ausszeit zu nehmen, um wieder zur "Basis" zurück zu finden, die mir der Sport bot. 

Die Basis dazu fand ich in Aulendorf, einer kleinen Gemeinde nahe Ravensburg und unweit des Bodensees. Im Vorfeld nahm ich Kontakt mit dem Lauftreff-Aulendorf und dem Lauftreffleiter Okyar Erdoral auf, um mir Laufmöglichkeiten zu verschaffen. Der Lauftreffleiter sagte mir dies sofort zu. So konnte ich drei bis vier Trainingsläufe pro Woche in dieser herrlichen Gegend einlegen. Zusätzlich boten sich Möglichkeiten meine allerersten Bergwanderungen im nahegelegenen Österreich zu erleben.

Diese perfekte Kombination aus Sport (ohne Trainingsdruck!) und einer wunderschönen Landschaft und ergänzt durch die sehr großzügige und äußerst herzliche Sportkameradschaft des Aulendorfer Lauftreffs war ideal, um körperlich und seelisch aufzutanken. Abgerundet wurde mein sechswöchiger Aufenthalt durch wertvolle Begegnungen mit wahrmherzigen und interessanten Menschen. Ich konnte die Seele richtig schön baumeln lassen. Und ich hatte kein schlechtes Gewissen dabei, nur das zu tun, was mir wirklich gut tat und mich ganz und gar auf mich zu besinnen. 

Die soziale Verpflichtung und die Verantwortung, die ich über die letzten zweieinhalb Jahre getragen hatte, hatte dazu geführt, dass ich fast verlernt hatte, die Freude am Sport zu empfinden. Umso wertvoller und notwendig war es, diese Leichtigkeit wieder zu fühlen. So konnte ich allmählich wieder Boden unter den Füßenbekommen; mental, seelisch und körperlich wieder die Balance finden und mich bewusster wahrnehmen. 

Unterstützen konnte ich diese Regenerations- und Erholungsphase durch zwei Produkte aus dem umfangreichen Sortiment von Orthomol: Orthomol-Sport und Orthomol-Vital/M. Beide Supplements begünstigten sowohl den physische Aufbau, sowie den Stressabbau. 

Zwei Tage nach meiner Rückkehr stand das nächste sportliche Highlight an:

 

Runterra – Im Zeichen des Phoenix 

Im vergangenen Jahr bin ich bei diesem abenteuerlichen Hindernislauf von zwei vertrauten Freunden begleitet worden. Beide konnten sich gut auf mich einstellen, wussten, was für mich mit dem Handicap des Nichtsehens, wichtig war. Die 8-km-Runde, die mit über 40 Hindernissen gespickt war, stellte eine immense Anforderung und Herausforderung an Konzentration und motorischem Geschick. 

Da ich also in diesem Jahr die Strecke bereits kannte und mir die meisten Hindernisse noch gut im Kopf waren, konnte ich mich relativ gelassen auf ein notwendig gewordenes Blind Date einlassen. Mein vorgesehener Guide war mir bis dahin nicht bekannt Vielleicht würden wir zwei Runden laufen, ließen dies aber noch offen, um uns nicht unter Druck zu setzen. Mein Guide für das Blind Date: Udo Schick, ein erfahrener Marathonläufer und großartiger Mensch! 

Udo ist Gründer der United Kilt Runners e.V., die mit einem großen Team am Start des Runterra waren. Unser Team wurde durch zwei weitere Läufer der Kilt Runners ergänzt. Florian lief meist voraus, war sozusagen der Späher und Kai  deckte uns von hinten ab, so dass wir den Rücken frei hatten. Insgesamt war es ein Riesenspaß, ein tolles Erlebnis und ein voller Erfolg! Udo hatte alles im Griff, wusste sich sehr gut auf mich einzustellen und unterstützte mich sagenhaft. Wie im letzten Jahr war diese eine Runde jedoch genug für mich! Schließlich wollte ich für die Feier hinterher noch fit sein … Am Abend saßen wir mit den anderen Kilt Runners zusammen und feierten das abenteuerliche Erlebnis. 

Wie im letzten Jahr wurden einige Teilnehmer im Rahmen des Abends mit dem "Phoenix Social Award" ausgezeichnet. Darunter waren u. a. Monika "Monreker" Reker, Katharina Anna "Rennmaus" und Raphael Klein, der von Achim Heukemes  begleitet wurde. Achim war einer der ersten Läufer, der Europa transkontinental überquert hat. Die Liste seiner Erlebnisse und Abenteuer ist einfach phänomenal! Gegen Ende der Verleihung wurde auch ich mit dem "Phoenix Social Award" ausgezeichnet! Wir fühlten uns natürlich in erster Linie sehr geehrt über diese Auszeichnung und waren ebenso glücklich darüber. Udo war ein sehr umsichtiger, aufmerksamer Guide und ein angenehm geselliger Laufpartner. Und weil wir ein gutes Bild als Lauftandem abgaben, planten wir weitere gemeinsame Läufe. 

Ein herrlicher Tag ging allmählich zu Ende, ich hatte die Runterra wieder erleben dürfen, hatte neue interessante und warmherzige Menschen kennengelernt und gleichzeitig den Ausblick auf die nächsten Läufe gefunden – besser kann’s nicht laufen!

 

Kärwalauf in Fürth, Citylauf in Schwabach 

Die Michaeliskirchweih in Fürth bietet nicht nur Kirchweihgängern fränkische Spezialitäten, sondern auch den aktiven Laufsportlern einen kleinen Leckerbissen: den Fürther-Kärwalauf. 

Dieser Lauf über 7,5 km wird von der LAC-Quelle-Fürth seit Jahren veranstaltet und lockte schon manchen Spitzenläufer aus der Region an den Start. Der flache Asphalt der Fürther Innenstadt bietet das richtige Profil für einen flotten Lauf.

Für mich wurde es zum doppelten  Debüt: meine erste Teilnahme beim Kärwalauf und mein erster Lauf als United Kilt Runner. Und wie es sich bei den Kilt Runners gehört, schlüpfte ich ebenso in einen Kilt! Das alleine war schon ein neues Erlebnis für mich, dass Laufen in der Gemeinschaft der Kilt Runners war dabei das absolute Highlight! Diese bunt zusammengewürfelte Gemeinschaft hat etwas faszinierendes. Hier bietet das laufen  die Plattform, um Gutes zu tun. Viele soziale Einrichtungen und Institute im Großraum Fürth-Nürnberg konnten sich über Spenden freuen, die mit Hilfe der Kilt Runners zusammengekommen waren. Das Laufen bekommt dadurch einen ganz anderen Inhalt und  das erreichte Ziel einen höheren Wert. 

Als wir uns zum Start aufstellten, war die Luft noch knackig-frisch, doch die Herbstsonne strahlte vom wolkenlosen, blauen Himmel. Solange ich von der Herbstsonne angestrahlt wurde, war es sehr angenehm, aber im unvermeidbaren Schatten, war es dann schon deutlich herbstlicher! Deshalb war ich froh, als der Startschuss fiel und wir losliefen. Durch die Bewegung wurde es dann schnell wieder angenehmer und  der Körper wieder auf "Betriebstemperatur" gebracht. Der Lauf ging über zwei Runden, die mit je 3,7 km-Länge durch die Innenstadt an  den Straßencafés und Kirchweihständen vorbeiführte. Der Jubel der Kirchweih- und Cafégäste wurde immer lauter, wenn wir in unseren kleeblatt-grünen Kilts vorbeiliefen. Immer wieder stimmten die Kilt Runners die Fanlieder ihres Vereins der Spvgg-Kreuther-Fürth an und heizten damit die Stimmung richtig ein! Es machte richtig Spaß mit dieser Truppe unterwegs zu sein! Die Stimmung war bestens, das Wetter herrlich und dieser Lauf war für mich ein schöner, angenehmer Trainingslauf mit nicht unerheblichem Spaßfaktor!

Und da wir alle gemeinsam ins Ziel einlaufen wollten, kam es auf den letzten paar hundert Meter zur "Rudelbildung". Wir warteten auf einander, sammelten uns zu der Gemeinschaft der United-Kilt-Runners und liefen fröhlich singend ein! Für mich als Nürnberger stellte es auch kein Problem dar, mich mit den Kleeblattfans zu identifizieren. Diese Truppe um Udo Schick haben neben dem Kleeblatt im Herzen, Charity in der Seele! 

Der Kärwalauf war an diesem Sonntagmorgen genau das richtige, um mich auf den Nachmittag einzustimmen, den ...

 

Citylauf Schwabach  

Beim Citylauf in Schwabach werden Läufe über 10-km und die Halbmarathondistanz, sowie verschiedene kürzere Distanzen für Kinder und Schüler angeboten.  

Meine Laufpartner Peter und Luise Bieberich hatten mich eingeladen, mit ihnen das Team eines ihrer Kunden bei diesem Lauf zu verstärken. 

Wir meldeten uns für den 10-km-Lauf, der gleichzeitig unser erster "offizieller" Lauf war. 

Als wir in Schwabach ankamen lief die Veranstaltung schon auf Hochtouren! Das Wetter war herrlich und hatte viele Zuschauer in die Schwabacher Innenstadt gelockt. Auf dem Weg zu unserem Teamtreffpunkt hörten wir Kinder und Jugendliche wie sie aufgeregt und stolz über ihren absolvierten Lauf und die erhaltene Medaille freudig berichteten.  

Nachdem wir uns umgezogen und für Teamfotos posiert hatten, war es Zeit, dass wir uns im Startbereich aufstellten. Um für ambitionierte Läufer kein Hindernis darzustellen, starte ich lieber von hinten. So kann ich mit dem jeweiligen Laufpartner Schritt für Schritt nach vorne laufen und müssen nicht immer für schnellere, die uns überholen möchten, ausweichen. 

Wir hatten uns keine bestimmte Zeit gesetzt, wollten den Lauf zu dritt genießen, aber dennoch das gewohnte Trainingstempo laufen. 

Peter ist ein sehr umsichtiger Guide, der fast periskopisch alles im Auge behält. Ich fühle mich immer sehr sicher, wenn ich mit ihm unterwegs bin. Bisher waren wir jedoch nie in einer größeren Gruppe gelaufen, höchstens mit einer kleineren Trainingsgruppe. Aber auch in dieser Meute von ca. 400 Läufern blieb Peter sicher und souverän. Die ersten paar Kilometer führten durch die Schwabacher Innenstadt, immer wieder an Gruppen von Zuschauern, die die Läufer/innen mit Beifall und Anfeuerungsrufen bejubelten. Danach ging es raus aus der Stadt und hinaus ins freie Gelände. Jetzt wurde es für uns angenehmer, denn wir konnten freier und zügiger laufen, nahmen Tempo auf und verschafften uns dadurch viel Freiraum.

Peter beschrieb mir die Gegend, vermittelte mir ein schönes Bild, von der Umgebung. Wir konnten den Lauf intensiv genießen! Das Panorama war zeitweise idyllisch, die Sonne schien und die Stimmung unter den Mitlaufenden wirkte sehr harmonisch auf mich. Mir ging es gut, ich hatte zwei schöne Erlebnisse mit sehr angenehmen Menschen um mich herum und gute Freunde an meiner Seite!

Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als wir zu einem weiteren Läufer unseres Teams aufliefen.

Es war sein erster 10-km-Lauf und er kam langsam an seine Grenzen. Wir beschlossen, ihn bis ins Ziel zu begleiten. So konnten wir auf den letzten Kilometern mit unserem Kameraden seinen ersten Zieleinlauf miterleben. Dies rief Erinnerungen bei mir hervor. Eine sehr schöne und motivierende Erinnerung an solch ein Erlebnis! 

Wir hatten die Schwabacher Innenstadt erreicht, liefen noch durch ein paar Straßen und erreichten das Ziel ein paar Minuten später – welch eine Freude für unseren Kameraden, welch ein schönes Erlebnis für uns alle...

 

Wintertraining wird von Jumpers unterstützt!

Für das kommende Jahr habe ich drei Ziele im Fokus: 

24h-Lauf (23./24. April, Seilersee Iserlohn)  

Bei dieser Veranstaltung zu Gunsten eines Kinderdorfes im östlichen Tibet lief ich 2008 meinen ersten 24h, konnte damals den ersten Einblick zu einer solchen Herausforderung bekommen. Hier konnte ich erstmals spüren, erfahren und erleben, was in mir sowohl körperlich als auch mental passiert, wie ich reagiere und was es mit mir macht. Das war eine sehr interessante und wichtige Erfahrung für meinen weiteren Weg. In diesem Jahr   werde ich zun drittenmal am Seilersee teilnehmen und freue mich riesig darauf!  

24h-Mtb-Rennen, 04./05. Juni  am Allsee, nahe Osnabrück

Um bei diesem Rennen ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, stellt mir die Firma Schauff ein MtbTandem zur Verfügung.  Herzlichen Dank an das gesamte Team und besonders an Jan Schauff, der die Bikes entsprechend der Anforderung ausstattet. 

Auch in diesem Jahr steht ein OCR auf dem Plan: 

27. August: Redbull-400 in Bischofshofen

Mal ganz was anderes, denn hier geht’s nicht über Hindernisse, sondern der Sprungschanze hoch!!

 

Um mein Training gezielter zu gestalten, bietet mir das "Jumpers" eine kostenfreie Premium-Mitgliedschaft. Das Studio in der Sulzbacher Strraße liegt  unweit von  meiner Wohnung, bietet neben einer Vielzahl verschiedener Cardio-Trainingsmöglichkeiten, auch die unterschiedlichsten Muskelaufbau- und  Muskelkräftigungsgeräte.

Die Räumlichkeiten sind angenehm gestaltet und in verschiedene Bereiche aufgeteilt. 

Sehr angenehm ist vor allem die freundliche, kompetente und hilfsbereite Unterstützung des Studiopersonals unter der Leitung der sympathischen Studiomanagerin Janine Lohrey.

 

Herzlichen Dank für die Unterstützung !